Kjerag-Bolten


Kjerag

Der Kjerag-Bolten ist ein zwischen zwei Felswänden eingeklemmter Stein, etwa 1000m über dem Lysefjord. Er ist DAS Aushängeschild von Fjord-Norwegen. Ein Besuch ist Pflicht!
Am Kjerag-Bergmassiv findest du auch weitere Highlights wie die senkrecht abfallende glatten Felswände, eine fantastische Aussicht auf den Lysefjord, Felsnasen und sogar Basejumper kannst du hier bestaunen. Am Kjerag wird Norwegen zur Leidenschaft!

Anfahrt und Parken

Kjerag Der Kjerag liegt etwa 50 km östlich von Stavanger, am Ostende des Lysefjords. Du erreichst ihn entweder per Fähre über den Lysefjord oder über die Fjellstraße Fv500 (Lysevegen). Egal welchen Weg du nutzt – allein die Anreise ist bereits ein Erlebnis.

Nutzt du Fähre kommst du in Lysebotn an. Von da führt die Straße zunächst durch den Ort und dann den Berg etwa 650 Höhenmeter hinauf zum so genannten Adlernest (nor. Øygardstølen), dem Ausgangspunkt der Wanderung. Dank der  27 Haarnadelkurven und einen Tunnel ist diese Straße absolut beeindruckend.

Rest du selber mit dem Auto an, musst du aus dem Sirdal, ca 25 km östlich des Kjerags, über den Lysevegen ebenfalls bis zum Adlernest fahren.

Der Parkplatz kosten ca. 10 Euro Tagesgebühr und  ist der Ausgangspunkt der Wanderung Hier gibt´s ein Toilettenhäuschen mit Duschen – wichtig für nach der Wanderung.
Der Øygardstølen selbst ist eine im Sommer bewirtschaftete Hytte, die scharf am Abgrund gebaut ist. Um das Gebäude führt ein umlaufender Balkon, von dem du eine beeindruckende Sicht bis hinunter nach Lysebotn hast.

Wanderung zum Kjerag

Kjerag Die Wanderung zum Kjerag dauert je Richtung ca. 2 Stunden und ist teilweise anspruchsvoll. Der Weg ist gut erkennbar und durch rote „T“ markiert. Details siehe nebenstehendes Höhenprofil. Feste Schuhe sind neben wind- und wetterfeste Kleidung, sowie Essen und Trinken Pflicht.

Gleich zu Beginn geht es sehr steil über blanken Fels ca. 200 Meter bergauf bis auf die Spitze eines ersten Berges. Von dort geht es wieder bergab in ein Tal.

 

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Ein kleiner Baumstamm dient hier als Brücke über einen Bach. Anschließend geht´s erneut steil hinauf auf einen zweiten Berg. Nach einer kleinen Bachdurchquerung in einem weiteren Tal hast du den größten und steilsten Anstieg vor dir. Hier sind auch manchmal die Hände nötig.

Kjerag Dafür kannst du an einigen Stellen schon mal einen Vorgeschmack vom Blick in den Lysefjord genießen. Der Anstieg zieht sich zum Schluss etwas, bis du auf eine Art Hochebene kommst. Von da führt der Weg etwa 1,5 km auf etwa gleichem Höhenniveau geradeaus in westliche Richtung. Bereits am Horizont erkennst du den etwa 3 Meter hohen Steinwegweiser, auf den du erst mal zusteuern solltest. Vom Steinwegweiser gabeln sich die Wege zum Kjerg-Bolten, den Felsnasen und zu den Absprungstellen der Basejumper.

Kjerag

alternativer Startpunkt

Kjerag Statt auf dem großen Parkplatz am Øygardstølen, kannst du auch weiter oben am Lysevegen parken. Am Kilometerstein 8,5 – etwa 400m hinter den zwei einzelnen Haarnadelkurven (also südlich des Øygardstølen) – ist eine kleine Seitenbucht neben der Straße. Hier sparst du dir neben der Parkgebühr auch große Teile des sonst recht mühsamen ersten Anstiegs der Wanderung – und das bei Hin- und Rückweg.
Der erste Teil des Weges von hier ist allerdings etwas anspruchsvoller. Er führt schräg am Hand entlang hinauf bis in einen Sattel. An zwei Stellen musst du auch die Hände benutzen. Vom Sattel gehst du durch das dann erkennbare Tal bergab in Richtung Westen. Im Tal triffst du dann wieder auf den regulären Weg – den du schon an den vielen Menschen erkennen wirst. Details siehe Karten.

Kjerag Felsnase

Kjerag Vom großen Steinwegweiser gehst du grob Richtung Norden bis zum Abgrund, und kommst so fast automatisch an die Felsnase. Der Riss in der Felsnase sieht zwar bedrohlich aus, aber es wird bestimmt halten. Unmittelbar neben dem Steinmännchen auf der Spitze der Nase,  ist noch eine weitere kleine Felsnase. Sie ist etwa 2m lang und 80 cm breit. Hierauf zu steigen ist als würdest du auf einer Wolke in 1km Höhe stehen und um einen herum wäre nichts. Schwindelfreiheit vorausgesetzt!

 

Kjerag Ein fantastischer Blick auf die gegenüberliegende Steilwand des Kjerag mit ihren kantigen Stufen, hunderte Meter hohe kleine Wasserfälle und  ein unbeschreiblichen Ausblick über den gesamten Lysefjord – vom Preikestolen bis nach Lysebotn – sind der Wahnsinn. Ab und zu starten von hier auch einige Basejumper. Details dazu hier.

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Kjerag-Bolten (der eingeklemmte Stein)

Kjerag Vom großen Steinwegweiser gehst du zunächst etwas weiter geradeaus dem roten „T“ folgend bis an den Anfang einer kleinen Schlucht, die sich nach rechts öffnet und in der ein kleiner Bach fließt. Folgst du dem Bach durch die Schlucht kommst du nach etwa 150 m direkt zum Bolten.
Der Bolten ist das Highlight der ganzen Tour. Er ist ein zig Tonnen schwerer Findling aus der Gletscherzeit, der sich zwischen den senkrechten Felswänden verkeilt hat. Der Anblick ist einfach unglaublich – eine ganz besondere Laune der Natur.
Kjerag Ein intensives Erlebnis ist es sich auf den Stein draufzustellen: Dazu musst du von hinten an einer Felswand entlang kraxeln und dann einen großen Schritt auf den Stein machen – nur was für absolut Schwindelfreie – aber auch ein unbeschreibliches Gefühl! Näheres dazu im Video (s.u.).
Die besten Fotos schießt du aus der Schlucht heraus, so dass unter dem Stein der Fjord – und mit etwas Glück auch noch ein Schiff – zu sehen ist.
Hinweis:
Im Sommer kann hier bei gutem Wetter auch mal viel los sein, so dass du „schlange stehen“ musst…

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Basejumper

Der Kjerag ist ein Mekka der Basejumper, denn hier ist dieser Sport offiziell erlaubt! Die Haupt-Absprungstellen sind aber vom Bolten nochmal einiges entfernt – und eine Wegmarkierung fehlt auch. Trotzdem ist es ein unglaubliches Gefühl, diesen Menschen aus nächster Nähe zuzuschauen, wie sie sich im freien Fall in die Tiefe stürzen und erst im letzten Augenblick den Fallschirm ziehen. Mehr Infos zu Basejumps am Lysefjord gibt´s hier.

Übernachtung/Stellplatz

Kjerag Lysebotn-Touristcamp ist DER Campingplatz vor Ort – wenn gleich auch etwas aussergewöhnlich. Hier triffst du vom alten Ehepaar über Wanderer, Kletterer und teils sehr individuelle Basejumper einfach Alles!
Auch das Panorama mit Blick auf den Lysefjord und von an allen Seiten eingerahmt durch die Felswände ist klasse.
Die relative Einsamkeit am Kjerag ermöglicht es aber auch, sich ein eigenes Plätzchen zu suchen. Dazu fährst du entweder den Lysevegen wieder etwas in Richtung Osten bis ins Fjell und versuchst in einer der kleinen Stichstraßen des Wasserwerkgesellschaft in den Bergen ein zu Plätzen zu finden. Oder du stellst dich auf einen kleinen Parkplatz etwas oberhalb des Tunnels auf der Haarnadelstrecke – etwa auf halber Höhe nach/von Lysebotn.
Auch eine Übernachtung auf dem Kjerag-Parkplatz ist möglich und dank Bad und Dusche auch ganz bequem.

Video

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4 Kommentare zu “Kjerag-Bolten

    • Zu Fuß ist möglich aber nicht ratsam, da du die Strecke nur auf der Straße (inkl 1km Tunnel) läufst und 800 Höhenmeter vor dir hast. Aber es halten immer wieder Autos an, die dich mitnehmen. Alternativ mal im Base-Club oder am Campingplatz fragen wer hoch fährt. Ich glaube es wird noch nie einer abgewiesen. Aber öffentliche Busse oder so was gibts nicht.

  1. Hallo zusammen,
    No overnight parking auf dem Kjerag Parkplatz! (Stand Sept 2015)

    Bzgl dem Fährbetrieb ab September: die nehmen auch noch Womos mit, jedoch ist die Auffahrt auf die Fähre bzgl. Bodenfreiheit kritisch. Ich hatte es mit meinem Ducato (habe größere Reifen drauf) nur mit Unterlegung von einem Bohlen geschafft.

  2. Und noch mal guten Tag,
    können Anonymus nur bestätigen: KEINE ÜBRENACHTUNG am Parkplatz erlaubt. Richtung Fjell gibt es aber jede Menge tolle Plätze für eine Nacht. Achtung: Schafe wandern wohl zur Nacht in’s Tal und stellen sich alle persönlich bei einem vor. Ein toller Spaß. Die von Dir erwähnten Duschen gibt es wohl nicht mehr oder waren außer Betrieb, diverse Türen waren verschlossen mit Aufschrift „out of order“.

    Ganz wichtig: Tour und Kjerag muss man erlebt haben; alles noch so, wie von Dir beschrieben.

    Viele Grüße
    Chris & Tommy

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